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Optimierte Anionenaustauschermembranen für die elektrodialytische Salzspaltung Kurzfassung Posterbeitrag 5. Aachener Membran Kolloquium, 14.-16. März 1995
P. Altmeier a), G. Schwitzgebel a), A. Konrad b) a) FB 11.3 Physikalische Chemie, Universität Saarbrücken b) Fachbereich Chemie, Technische Chemie, Universität Kaiserslautern Einleitung Die Elektrodialyse ist eine Verfahrenstechnik zur Entsalzung von Lösungen. In sauren Lösungen tritt als Problem die verringerte Permselektivität der Anionenaustauschermembranen auf. Aus diesem Grund versucht man, mit speziellen Membranen diese sogenannte "proton leakage" zu minimieren [1]. Die Eigenschaften dieser Membranen limitieren aufgrund des hohen Widerstandes die Wirtschaftlichkeit derartiger Verfahrenstechniken. Es werden optimierte Membranen vorgestellt bei denen durch die verbesserten elektrochemischen Kennwerte Verfahrenstechniken wirtschaftlich interessant werden. Am Beispiel der Spaltung von Natriumchlorid werden die technischen Eigenschaften solcher Membranen vorgestellt. Es werden die Anionenaustauschermembranen Neosepta ACM (Tokuyama Soda Co. Ltd.), Selemnion AAV (Asahi Glass Co. Ltd.) und Laborserien PC.xx (Polymerchemie Altmeier) verwendet. Optimierung des Energiebedarfs der Anionenaustauschermembran bei der Elektrodialyse Eine Optimierung von Membranen für die Elektrodialyse in sauren Lösungen zielt auf eine Anionenaustauschermembran,
Der Gesamtfluß JHCl bei Elektrodialyse von Salzsäure (durch Elektrotransport und Diffusion über die Membran) kann angenähert werden zu : |

Elektrodialytisches Aufkonzentrieren von Salzsäure Mittels Elektrodialyse läßt sich verdünnte Salzsäure aufkonzentrieren. In Abb. 1 sind die Spannungsabfälle verschiedener AEM, die in einer 4 Kammer-Zelle nach Abb. 2 ermittelt wurden, dargestellt. Grund für den niedrigeren Energiebedarf bei Verwendung der PC-Membranen ist deren verhältnismäßig geringer ohmscher Widerstand. |

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Abb. 1 Spannungsabfall im sich wiederholenden Zellpaar bei Variation der verwendeten Anionenaustauschermembran. Der Spannungsabfall über das Diluat ist mit 0,2 V angenommen. Spaltung von Natriumchlorid in Salzsäure und Natronlauge |

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Abb. 2 Natriumchlorid-Elektrolyse |
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Stack |
BEL 500, 58 cm2 |
K |
Cation exchange membrane |
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Stromstärke |
5,8 A; 1 kA× m-2 |
A |
PC26.5 |
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Temperatur |
25° C |
K' |
Selemnion CMV |
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Lösungen |
Feed |
2 N Natriumchlorid, pH = 2 |
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Kathodenlösung |
2 N Natronlauge |
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Anodenspülung |
1 N Schwefelsäure |
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Energiebetrachtung In Abb. 4 ist der Energiebedarf einer konventionellen Membran mit einer für die Salzsäureherstellung im mittleren Konzentrationsbereich optimierten Membran verglichen. Beide Membranen besitzen vergleichbare Überführungszahlen. Die optimierte Membran hat einen geringeren Widerstand (vgl. Abb. 1) und daher einen geringeren spezifischen Energiebedarf. |

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Abb. 3 Berechnete Komponenten der Zellspannung bei der NaCl-Spaltung bei verschiedenen Membranverfahren. i) Elektrolyse nach Abb. 2 mit aktivierter Anode. ii) Elektrolyse in Dreikammeranordnung mit Wasserstoffverzehranode in Produkt-Säure. iii) Elektrodialyse mit bipolaren Membranen, Zellspannung über sich wiederholende Einheit. a Stromdichte 3 kA× m-2 bei 80°C [2]; b [3] |

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Abb. 4: Spezifischer Energiebedarf zur elektrolytischen Salzsäureherstellung mit Wasserstoffverzehranoden (vgl. Abb. 3 Variante ii). Zur Bilanzierung des mit den Anionenaustauschermembranen AAV und PC26.5 wird zum Spannungsabfall der Membran ein anteiliger Spannungsabfall von 0,5 V hinzugezählt [2]. Der restliche Spannungsabfall geht in die Bilanzierung des Energiebedarfs für die Natronlauge mit ein.
Produktreinheit |

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Abb. 5 Coionenverunreinigung der Salzsäure abhängig von der Produktkonzentration In einem Versuch gemäß Abb. 5 wurde mit der Membran PC27.6 Salzsäure aus Natronlauge hergestellt. Gegenüber den Coionenleckagen bei der Verfahrensvariante EDBM treten hier um 50-100 fach geringere Verunreinigungen auf (vgl. Abb.5). Zusammenfassung und Ausblick
a) Elektrodialytisches Aufkonzentrieren von Salzsäure
b) Spaltung von Natriumchlorid in Salzsäure und Natronlauge
8. Literaturverzeichnis [1]: a) T. Sata und Y. Yamamoto: Hydrophobic anion exchange membrane, Macromol. Chem., Rapid commun., 8 (1987), 511-614 b) Ray Simons: Development of an aid impermeable anion exchange membrane, Desalination, 78 (1990), 297-302 c) I. Tugas, G. Pourcelly und C. Gavach: Electrodialysis of Hydrochloric Acid, J. Membr. Sci., 85 (1993), 183-194 [2]: S. Holze, J. Jörissen, C. Fischer und H. Kalvelage: Hydrogen Consuming Anodes for Energy Saving in Sodium Suphate Electrolysis, Chem. Eng. Technol. 17 (1994) 382-389 [3]: T. Kobayashi, A. Tomita und F. Hanada: Bipolar membrane process to regenerate sulfuric acid and caustic soda, Oral Presentations, Session 10, Proceedings of ICOM, Heidelberg, 1993
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